Nezavisna Država Hrvatska

Unabhängiger Staat Kroatien - Independent State of Croatia

État indépendant de Croatie - Stato Indipendente di Croazia - Estado Independiente de Croacia


Filatelija Nezavisne Države Hrvatske 1934 - 1994 : Prodaja, razmjena, odkup od kolekcionara za kolekcionare.

Briefmarkenkunde des Unabhängigen Staates Kroatien 1934 - 1994 : Tausch, Verkauf, Ankauf von Sammler an Sammler.

 

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Kroatische Philatelistische Gesellschaften

 

Kroatische Währung Kuna und Banica als Münzen und Banknoten

 

Informationen zum Unabhängigen Staat Kroatien und der Geschichte Kroatiens

 

Militär- und Feldpostmarken :

 

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurden wahrscheinlich Ende März Militärmarken ausgegeben, um den Paketverkehr zwischen den im Felde stehenden Soldaten und ihren Angehörigen in der Heimat sicherzustellen. Die Marken wurden zwar an einige Truppenteile verteilt, zu einer Verwendung dürfte es aber nicht mehr gekommen sein, da die sich überstürzenden Ereignisse gegen Kriegsende ein Paketverkehr unmöglich machten.

 

Päckchenzulassungsmarke für Päckchen bis 1 kg :

Offsetdruck auf gewöhnlichem weißen Papier mit weißer Gummierung, Linienzähnung 10, Bildgröße 23 : 34 mm.

Der Druckbogen bestand aus zwei Schalterbögen zu je 45 Marken (9x5).

Die rote Druckfarbe weist Farbschwankungen von rosa bis hochrot auf.

Rot/schwarz.
Michel-Katalog : 1.
Ausgabejahr : März 1945.
Auflage : 2.000.000.

 

 

 

Päckchenzulassungsmarke für Päckchen bis 2 kg :

Offssetdruck auf gewöhnlichem weißen Papier mit weißer Gummierung, Linienzähnung 12, Bildgröße 18 x 23 mm.

Das Markenbild zeigt das Tal der Neretva bei Jablanica, rechts unten das Abzeichen der kroatischen Feldpost.

Beide Marken sind mit einem Deutschen Feldpoststempel entwertet mit Datum vom 24. III 1945 einige Tage im Postamt Zagreb 6 an Sammler abgegeben.

Braun/gelb.
Michel-Katalog : 2.
Ausgabejahr : April 1945.
Auflage : 100.000.

Braun/gelb.
Michel-Katalog : ohne Eintrag.
Probedruck, nicht von der Wehrmacht veranlasst!
Bestand aus gestohlenen Minsteralben.

 

 

 

 

Zusammen mit diesen beiden Militärmarken wurde auch eine Feldpostkarte hergestellt, die in kroatischer und deutscher Sprache beschriftet war. Diese Karten wurden zwar an die Truppen verteilt, sind aber wahrscheinlich nicht zur Verwendung gekommen, weil in den letzten Kriegswochen der Postverkehr völlig zusammengebrochen war. Jedenfalls sind bis heute keine gebrauchten Feldpostkarten bekannt geworden.



DIE DEUTSCHE FELDPOST IN KROATIEN :

Für die in Kroatien stationierten deutschen Wehrmachtsverbände waren mehrere Feldpostämter tätig, die zunächst ausschließlich die Post der deutschen Soldaten beförderten. Da durch zunehmende Partisanentätigkeit immer mehr wichtige Post in das deutsche Reichsgebiet verloren ging, wurde durch Verfügung Nr. 51/1942, veröffentlicht im Feldpostamtblatt vom 24. IV. 1942, auch in Kroatien die “Gebührenpflichtige Feldpost” eingeführt. An diesem besonderen Dienst konnten sich kroatische Firmen, die für die deutsche Wehrmacht oder Rüstung tätig waren und in Kroatien lebende deutsche Zivilpersonen beteiligen.

Die Zulassung hierzu mußte über den Postaustausch vermittelnde Feldpost-Dienststelle beim zuständigen Armeefeldpostmeister beantragt worden, der auch die Genehmigung erteilte. Die für die Firmen aus dem deutschen Reichsgebiet eingehenden Sendungen mußten bei den Feldpostämtern abgeholt, die von ihnen ausgehenden Sendungen mußten gesammelt eingeliefert werden. Für die Firmen waren zugelassen Postkarten, Briefe und Drucksachen bis 250 g und Päckchen bis 1000 g ohne Rücksicht auf etwa verfügte Päckchensperren. Diese Sendungen konnten auch als Einschreiben verschickt werden und mußten zu deutschen Inlandtarifen freigemacht werden. In Kroatien tätige deutsche Zivilpersonen konnten dagegen keine Einschreibesendungen aufgeben, sondern nur Postkarten und Briefe bis 100 g sowie Päckchen bis 1000 g, die noch zusätzlich mit den besonderen Zulassungsmarken beklebt werden mußten. Folgende Vorschriften mußten bei Versendung der Post beachtet werden : die Briefe mußten die vollständige Absenderangabe in deutscher Sprache tragen und es mußte am oberen Rand rot umrandet vermerkt sein : “Durch Deutsche Feldpost”, links unten war der Vermerk “Über Luftgaupostamt Wien” rot unterstrichen anzubringen.

Bisher sind folgende kroatische Firmen bekanntgeworden, die sich an diesem gebührenpflichtigen Feldpostdienst beteiligten :

1. Kroatische Landesbank A.G. Zagreb.
2. Intercontinentale A.G. für Transport und Verkehrswesen.

Es dürften aber noch mehr Unternehmen beteiligt gewesen sein.

Damit übten die deutschen Feldpostämter in Kroatien in gewisser Weise die Funktion von Dienstpostämtern aus, wie sie in den von Deutschland besetzten Gebieten bestanden, die aber in Kroatien nicht eingeführt werden konnten, da es sich nicht um ein besetztes Land, sondern um das Staatsgebiet einer verbündeten Nation handelte.

Der Feldpostdienst für die zahlreichen in der Deutschen Wehrmacht dienenden kroatischen Freiwilligen war bis zum 28. VII. 1942 gebührenpflichtig und mußte zu deutschen bzw. kroatischen Inlandstarifen freigemacht werden. Da in zunehmendem Maße reguläre kroatische Truppen zusammen mit der Wehrmacht eingesetzt wurden, wurde die Gebührenfreiheit für Sendungen in beide Richtungen durch Verfügung Nr. 67/1942 und Nr. 73/1942 eingeführt. Danach waren ab 28. VII. 1942 Postkarten, Briefe bis 100 g und Päckchen bis 250 g in beiden Richtungen gebührenfrei. Feldpostpäckchen über 250 g bis 1000 g mußten in Richtung Heimat mit 20 Reichspfennig und in Richtung front mit 7,50
Kuna freigemacht werden. Natürlich war die Gebührenfreiheit für Feldpostsendungen nicht allen Privatpersonen bekannt, so dass man auch noch im Jahre 1943 und 1944 vereinzelt zu Inlandtarifen freigemachte Feldpostsendungen findet. Alle Sendungen mußten abwehrmäßig geprüft werden, die Feldpostsendungen hatten daher alle Sendungen an die zuständige Auslandsprüfstelle zu leiten. Erst danach wurden sie der kroatischen Staatspost übergeben.

 

 

 

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