Nezavisna Država Hrvatska

Unabhängiger Staat Kroatien - Independent State of Croatia

État indépendant de Croatie - Stato Indipendente di Croazia - Estado Independiente de Croacia


Filatelija Nezavisne Države Hrvatske 1934 - 1994 : Prodaja, razmjena, odkup od kolekcionara za kolekcionare.

Briefmarkenkunde des Unabhängigen Staates Kroatien 1934 - 1994 : Tausch, Verkauf, Ankauf von Sammler an Sammler.

 

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Alpenvorland Adria

Ausstellung : Kampf des vereinigten Europa im Osten

Belišće

Blöcke

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Bosnisch Kroatien

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Briefe und Ersttagsbriefe

Briefmarken

Deutsche Volksgruppe

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Fiskalmarken:
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Karlovac
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Kustošija
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Nova Gradiška
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Petrovaradin
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Fiumerland / Kupa

Gebührenmarken

Hvar

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Jugoserbische Okkupation

Katholische Kirche

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Militärmarken / Feldpostmarken

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Postkarten

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Stempel

Steuermarken

Studentenfond

Truppenkameradschaft der Division Handschar

Unveröffentlichte Marken

Verschiedenes

Zadar

Zensurstempel

Zuschlagsmarken

 

Kroatische Philatelistische Gesellschaften

 

Kroatische Währung Kuna und Banica als Münzen und Banknoten

 

Informationen zum Unabhängigen Staat Kroatien und der Geschichte Kroatiens

 

Insel Brač :

 

Einige Offiziere 3. Bataillones der 738. Regiments der 118. Wehrmachtsdivision, die im Januar 1944 die kroatische Insel Brač besetzten, fanden neben ihren militärischen Aufgaben offensichtlich noch soviel Zeit und Mut einige der merkwürdigsten kroatischen Briefmarken zu produzieren.

Unter dem Vorwand den Armen der Insel helfen zu wollen, denen man Wohltaten zukommen lassen wollte kam man auf die Idee Briefmarken herauszugeben. Im Gegensatz zu den ähnlichen Veröffentlichungen der Insel
Hvar und Korčula ist die Entstehungsgeschichte der Brač-Marken genau bekannt.

In der zweiten Hälfte des Monats April 1944 kamen aus
Nerežišće, dem Hauptort auf der Insel Brač, zwei Offiziere der dort liegenden deutschen Einheit nach Dubrovnik. In Begleitung eines Feldgendarmen der Standortkommandantur besuchten sie den bekannten Philatelisten Erwin Zwerger und baten ihn um Beratung, wie man eine philatelistische einwandfreie Wohltätigkeitsmarke für die Insel Brač herstellen könne. Am nächsten Tage besuchten die beiden Herren die Druckerei “Jadran” und verlangten, dass die Druckerei in kürzester Frist eine Briefmarkenausgabe von 5 oder 6 Werten herzustellen habe. Als Vorlage für die Abbildungen auf den vorgesehenen Marken sollte ein mitgebrachte Postkarte der Insel dienen. Die Druckerei lehnte dieses Ansinnen ab mit der Begründung, dass man technisch dafür nicht ausgerüstet sei und auch keine Genehmigung habe, Wertzeichen zu drucken. Die beiden Herren verschwanden daraufhin und kamen am Nachmittag mit einer Verstärkung aus der Standortkommandantur wieder und legten einen schriftlichen Befehl vor, in dem der Druckerei unter Androhung gesetzlicher Maßnahmen befohlen wurde, die Herstellung der gewünschten Marken vorzunehmen. Da die Druckerei aus technischen Gründen tatsächlich nicht in der Lage war, Marken herzustellen, änderte man den Plan und beschloss Überdruckprovisorien herzustellen, wofür man natürlich Urmarken benötigte. Dazu konnte man deutsche Marken nicht nehmen, das das ausdrücklich vom O.K.W. verboten war und kroatische Marken wollte man auch nicht nehmen, da man diese hätte kaufen müssen und ausserdem die Gefahr von diplomatischen Schritten der kroatischen Regierung bei der Reichsregierung bestand. Daher wurde auf Briefmarken des früheren Königreiches Jugoslawien zurückgegriffen, die allerdings aus dem Postdepot in Cetinje in Montenegro beschafft werden mussten. Dieses bereitete keine großen Schwierigkeiten, denn die beiden Herren organisierten den damals sehr knappen Treibstoff für ihre privaten Zwecke und besorgten in Cetinje die benötigten jugoslawischen Urmarken. Nach ihrer Rückkehr ließen sie die beschafften Bögen durch einen Feldgendarmen zur Druckerei bringen und gleichzeitig einen Befehl abgeben. in dem gefordert wurde, dass die Überdruckmarken am gleichen Tag fertig zu sein hätten. Der Feldgendarm wartete in der Druckerei und konnte nach vier Stunden die überdruckten Marken mitnehmen. Die Druckerei erhielt keine Quittung über die abgelieferten Marken, geschweige denn eine Bezahlung. In der Druckerei blieben lediglich zwei Andrucke auf dickem weißen Papier und der Befehl zur Herstellung der Marken zurück.

Von diesen Marken wurden 50 Sätze an die Standortkommandantur gegeben und alle anderen Marken wurden mit auf die Insel Brač genommen. Die in Dubrovnik gebliebenen Marken gelangten in den Besitz des Philatelisten Erwin Zwerger und sind wahrscheinlich die einzigen Marken, die erhalten geblieben sind. Das weitere Schicksal der nach Brač gebrachten Marken ist folgendes : Anfang Mai 1944 wurden einige Marken im Postamt Nerežišće verkauft, um dadurch den Marken einen legalen Anstrich zu geben. Auch wurden 6 Briefe mit Anschriften in Dubrovnik hergestellt und durch einen Wehrmachtskurier zur Standortkommandantur Dubrovnik gebacht. Alle anderen Marken sind Anfang Juni 1944 bei Kämpfen um die Insel wahrscheinlich vernichtet worden. denn von diesen Marken ist bis heute nichts mehr aufgetaucht und die damaligen Auftraggeber dieser Marken sind bei diesen Kämpfen gefallen.

 

2 + 2 Kuna auf 0,25 Dinar.
Braunschwarz.
Aufdruck : rot.
Auflage : 400 Sets.

4 + 4 Kuna auf 0,50 Dinar.
Orange.
Aufdruck : schwarz.
Auflage : 400 Sets.

8 + 8 Kuna auf 2 Dinar.
Lilakarmin.
Aufdruck : schwaz.
Auflage : 500 Sets.

16 + 16 Kuna auf 0,25 Dinar.
Braunschwarz.
Aufdruck : rot.
Auflage : 400 Sets.

 

 

 

32 + 32 Kuna auf 2 Dinar.
Lilakarmin.
Aufdruck : schwarz.
Auflage : 500 Sets.

50 + 50 Kuna auf 1 Dinar.
Karmin.
Aufdruck : schwarz.
Auflage : 500 Sets.

 

 

 

Der Aufdruck wurde in Buchdruck mittels einer im Maschinensatz hergestellten Druckplatte von 50 Feldern (5x10) durchgeführt. Zu diesem Zweck mussten die Bogen waagerecht geteilt und die Ränder entfernt werden, so dass es keine Randstücke gibt.. Wenn man von den beim Buchdruck üblichen kleinen Unterschieden absieht, kann man sagen, dass es bei dieser Ausgabe keine Besonderheiten im Sinne von Plattenfehlern gibt. Bemerkenswert sind lediglich einige Verstümmelungen des Akzents in “Brač”, die durch Abnutzung während des Drucks entstanden sein müssen. Kopfsteher gibt es nicht.

Was die Nennwerte angeht, so hat man solche genommen, die gar nicht benötigt wurden. Es fehlt vor allen Dingen eine Marke zu 3,50
Kuna für das einfache Briefporto.

 

 

 

 

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