Nezavisna Država Hrvatska

Unabhängiger Staat Kroatien - Independent State of Croatia

État indépendant de Croatie - Stato Indipendente di Croazia - Estado Independiente de Croacia


Filatelija Nezavisne Države Hrvatske 1934 - 1994 : Prodaja, razmjena, odkup od kolekcionara za kolekcionare.

Briefmarkenkunde des Unabhängigen Staates Kroatien 1934 - 1994 : Tausch, Verkauf, Ankauf von Sammler an Sammler.

 

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Alpenvorland Adria

Ausstellung : Kampf des vereinigten Europa im Osten

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Kroatische Philatelistische Gesellschaften

 

Kroatische Währung Kuna und Banica als Münzen und Banknoten

 

Informationen zum Unabhängigen Staat Kroatien und der Geschichte Kroatiens

 

Alpenvorland-Adria : Fälschung oder doch nicht?

 

Es dauerte 50 Jahre bis die 1946 erschienene "Alpen / Adria" Ausgabe im Michel-Katalog als “Nachkriegs-Fantasie-Produkt" bezeichnet wurde.

Auf der Suche nach Informationen konnten wir nicht vorahnen wie verschlungen die Spur dieser Marken sein würde und auch wie unterschiedlich die Sichtweise über die Echtheit oder Fälschung ausfallen würde.

Wir waren nicht in der Lage, Informationen über das Marken-Set aus irgendwelchen üblichen Quellen zu beziehen, und waren gezwungen, seine Geschichte nur durch vorhandene Schriften zu erfahren, insbesondere durch die Kommunikation mit den wenigen anderen Sammlern, die Kenntnis von diesem Thema und Problem hatten.

Bereits im Herbst 1943 war es abzusehen, dass es militärisch für die Italiener in den Ländern die das faschistische Italien okkupierte, so
z.B. in den Nesetzungen des kroatischen Küstenlanden, den den Italienern der serbische Minister Pa
šić im Königreich Jugoslawien geschenkt wurde, in der italienischen Zone des Unabhängigen Staates Kroatien, den von den Italienern besetzten adriatischen Inseln und selbst im besetzten Albanien war die militärische Unfähigkeit der Italiener mehr als offensichtlich was auch zur baldigen Kapitulation der Italiener führteund was die deutschen Truppen zwang die italienischen Positionen einzunehmen.

In der Wiener Staatsdruckerei wurden 1945 14.900 Komplettsets mit landschaftlichen Panoramabilder rund um Laibach (Ljubljana) gedruckt mit 16 Werten von 5 Cent bis 30 Lira.

Bei diesen Marken wurde eines der landschaftlich schönsten Gebiete Europas dargestellt. Der Schwung des Südalpentirols zu den hügeligen Landschaften hinunter zu den Stränden und zur Adria-Küste gilt seit langem als höchst begehrtes Grundstück. Dies war alles ein Teil des alten österreichisch-ungarischen Reiches, bevor es durch den Versailler Vertrag abgetrennt wurde. So wurde es von Adolf Hitler gesehen und deshalb war die Provinz Laibach ein Teil des Dt. Reiches geworden.

Für viele Sammler scheint dieser Satz und die letzten beiden roten SS- und SA-Ausgaben des Reiches das Ende des Postsystems des Dritten Reiches zu sein. Aber war das wirklich das Ende?

In F. W. Deakins Buch "Die brutale Freundschaft" gibt es viele Informationen über Hitlers Konzept des "Lebensraums" für ein vereinigtes Großdeutsches Reich. Zwar waren sie verbündete Achsenmächte, aber es gab eine unausweichliche Unstimmigkeit zwischen dem Dritten Reich und dem faschistischen Italien. Obwohl Hitler Mussolini bewunderte, wusste er auch, dass ihre Tage als Verbündete unvermeidlich gezählt waren. Das Großdeutsche Reich sollte sich nach Süden durch das österreichische Alpenvorland und die slowenische Route in das adriatische Meer erstrecken, das ursprünglich zum österreichischen Reich gehörte. Hitler sah das Land auf beiden Seiten des Brennerpasses fest unter deutscher Kontrolle. Im Bemühen, eine peinliche Konfrontation mit Mussolini zu vermeiden, ernannte Hitler vertraulich zwei hoch erfahrene österreichische Beamte, die die politische Verwaltung dieser beiden Hauptgebiete beaufsichtigen sollten, Hofer aus Obertirol und Rainer aus Kärnten. Beide Männer glaubten, dass sie eine historische Mission erfüllten, um diese Regionen an das Reich zu annektieren.

Zur gleichen Zeit führten die militärischen Misserfolge des italienischen Militärs auf dem Balkan dazu, dass zahlreiche Streitkräfte von Vorräten und Unterstützung der Heimat abgeschnitten wurden. Die Wehrmacht, gestützt auf eine veränderte Politik und Haltung gegenüber einigen slawischen Völkern, erkannte, dass solche Streitkräfte wie die Kroaten bessere Kameraden waren als die Italiener. Angesichts eines großen kommunistischen Partisanenaufstandes mussten die Italiener den Rückzug aller ihrer Truppen auf dem Balkan akzeptieren. Die Deutschen unterdrückten energisch den anfänglichen Aufschwung der Partisanen und wandten sich dann der Aufgabe zu, die über 30 als unzuverlässig erachteten italienischen Divisionen zu entwaffnen und die meisten von ihnen für Arbeitszwecke nach Deutschland zu schicken. Deutsche Truppen besetzten jetzt Zadar, Rijeka, Split und die Bucht von Kotor. Die Wehrmacht annektierte die italienischen Provinzen Bozen, Belluno und Triest.

Wie in den Plänen für Großdeutschland vorgesehen, würde sich die Südflanke von Frankreich im Westen bis nach Kroatien im Süden erstrecken. Dazu mussten mehrere Einsatzgebiete geschaffen werden, vor allem der Zugang zu Niedertirol und der Adria. Das slowenische Ljubljana wurde zur Provinz Laibach, für die von der Wiener Staatsdruckerei in Wien ein Satz von 16 Briefmarken für den zivilen Gebrauch gedruckt wurde. Aus all dem war ersichtlich, dass die militärischen und zivilen Befehle für beide Gebiete immer noch voneinander getrennt war. Tatsächlich bediente das Militär seine Post durch Dienstpost Alpenvorland und Dienstpost Adria als getrennte Einheiten.

 

5 Cent.

20 Cent.

50 Cent.

1 Lira.

 

 

 

 

1,50 Lira.

2,50 Lira.

5 Lira.

20 Lira.

 

 

 

 

10 Cent.

25 Cent.

75 Cent.

1,25 Lira.

 

 

 

 

2 Lira.

3 Lira.

10 Lira.

30 Lira.

 

 

 

 

 

Im Frühjahr 1945, in diesen letzten, schrecklichen Tagen des europäischen Konflikts, herrschte eine Zeit des Chaos und der Verwirrung für die sich zurückziehenden Streitkräfte der Wehrmacht und ihrer Freiwillige- Legionen, die nach relativer Sicherheit in Österreich streben wollten. Ein Briefmarkenpaket, das für den zivilen Gebrauch in einem kombinierten Alpenvorland bestimmt war, wurde bei einem Luftangriff der Alliierten auf dem Bahnhof von Triest fast zerstört. Angeblich wurden nur wenige tausend Sätze dieser Briefmarken gerettet. Vermutungen zufolge beschlagnahmten jugoslawische Partisanen die verbleibenden Sets, die dann gegen andere materielle Gegenstände eingetauscht wurden : Schnaps, Wein und Beute.

Bei den fraglichen Briefmarken handelte es sich um eine Serie von 16 Exemplaren, ein virtuelles Zwillingsset des wunderschönen Panoramabilder-Sets für die Provinz Laibach. Die 16 Werte lagen in beiden Fällen gleich zwischen 5 Cent bis 30 Lira. Farbtöne wurden angepasst. Das Laibach-Set enthielt 6 vertikale und 10 horizontale Frames, während das Alpenvorland-Adria-Set 8 vertikale und 8 horizontale Frames hatte.

Die Laibach-Ausgabe war von März bis April 1945 für den zivilen Gebrauch verfügbar und wurde als 14.900 komplette Sätze herausgegeben.

Es wird angenommen, dass möglicherweise mehr als 3000+ Sets des Alpenvorland-Adria-Set das Chaos damals überlebt hatten. Beide Sätze sollten im Tiefdruckverfahren in der Wiener Staatsdruckerei gedruckt worden sein, mit dem Unterschied, dass im Fall der Alpenvorland-Adria-Ausgabe keine Papierspuren oder Unterlagen gefunden wurden, die dies belegen. Beide Sets hatten lineare Perforationen, 10 1/2: 11 1/2 mit einigen Umkehrungen bei der Laibach-Ausgabe und 11 1/2 für die Alpenvorland-Adria-Ausgabe. Die verwendeten Papiere hatten kein Wasserzeichen. Offensichtlich gab es keine Alpenvorland-Adria-Briefmarken in gebrauchtem Zustand.

Von dieser Alpenvorland-Adria-Ausgabe war bis 1955 wenig bekannt, als Bundesprüfer Dr. Hermann Schultz in der Michel-Rundschau erklärte, das Alpenvorland-Adria sei eine der interessantesten deutschen Kriegsfragen und sagte, es dürfe in jeder ernsthaften deutsche Sammlung wegen ihrer historischen Bedeutung nicht fehlen. Sein Artikel erzählte den Ursprung dieses Sets wobei er eine Ausgabe davon gleich anbot.

In seinem Handbuch "Deutsche Dienstpost 1939-1945" schreibt Dr. Schultz auf Seite 33 zur DDP Adria/Alpenvorland:

"Die Herausgabe einer besonderen Freimarkenserie mit Landschaftsmotiven ... war für 1945 geplant, kam aber infolge der Kapitulation nicht mehr zur Ausführung."

Zur gleichen Zeit begann der bekannte österreichische Gutachter Dr. Ferdinand Wallner, diese Sets als authentisch zu zertifizieren, indem er eine kleine Stempelmarke auf der gummierten Seite anbrachte, anstatt seine übliche Bleistift-Signatur zu verwenden. Dies sollte später zu seinem Ausschluss aus dem Verband österreichischer Sachverständiger führen.

1956 sprach der jugoslawische Gutachter Bar Julij als erster von Fälschungen.

Inzwischen bot der Düsseldorfer Großhändler Wilhelm Bartels dieses Set zu 190 Mark als "unveröffentlichte" Briefmarken mit seiner persönlichen Echtheitsgarantie an und lockte damit viele Sammler zum Kauf. Einige Sammler haben ihre Einkäufe zur Überprüfung eingereicht, der danach zahlreiche Warnungen herausgab. Die Analyse wurde vom Michel-Katalog akzeptiert, der sie als Fantasie-Produkt der Nachkriegszeit deklarierte.

Die Prüfer stellten folgende Unstimmigkeiten der Alpenvorland-Adria-Ausgaben fest :

1. In dieser späten Phase des Krieges war keine Papierqualität verfügbar.

2. Für diese chaotischen Zeiten wirkten die Perforationen zu perfekt.

3. Jedes dieser Gebiete verfügte über getrennte militärische Dienstpost-Systeme, was durch die Fülle handgestempelter Briefe aus beiden Gebieten belegt wird.

4. Der ehemalige Gauleiter Anton Franz Hofer von Tirol war der Verteidigungsbeauftragte des Reiches und hätte diese zivile Briefmarkenausgabe kennen und genehmigen müssen.

5. Es lagen keine Nachweise für einen solchen Plan vor, und die Staatliche Druckerei in Wien hatte keine derartigen Aufzeichnungen darüber, dass ein solcher Satz geplant oder gedrucktt wurde.

6. Unabhängig von den Notizen des Briefmarkenhändlers gab es aber keinen Luftangriff der Alliierten auf Triest und auch der Bahnhof wurde nicht bombardiert.

7. Wurde das Paket wie von einigen Quellen behauptet von jugoslawischen Partisanen beschädigt und später wiederhergestellt sein? Warum sind dann keine unvollständigen oder beschädigten Sets aufgetaucht?

8. Würden diese Ausgaben wirklich als Cent/Lira herausgegeben worden sein, anstatt Pfennig/Reichmark?

 

Angesichts dieser Beweise widerrief Dr. Schultz seine frühere Aussagen bezüglich der Echtheit und starb kurz darauf.

Die 3000 Sets, die sich im Besitz von Händler Bartels befanden und die Dr. Schulz hätte prüfen sollten, versuchte Händler Bartels nun vom Sohn des Dr. Schultz mit dem Prüfzeichen des Vaters versehen zu lassen.

Bundesprüfer Emil Ludin schrieb in der Dezember-Ausgabe 1968 der "Michel-Rundschau" eine sorgfältig dokumentierte Arbeit, in der das Set als reine Fälschung entlarvt wurde.

Es wurden verzweifelte Maßnahmen angestrebt, um Ludins Analyse dieses Scheinproblems entgegenzuwirken. Ein Lübecker Händler, Martin Peschel, verklagte Ludin im Jahr 1971, um ihn dazu zu zwingen, seine negativen Feststellungen zurückzuziehen und die Gerichtskosten und Schadensersatz für die 16 Peschel-Sätze weiter zu zahlen. Als Peschel seinen versprochenen Nachweis der Echtheit nicht vorlegen konnte, entschied das Karlsruher Gericht gegen ihn. Der Richter erklärte, diese seien nicht legal ausgestellt, in keinem Rechtsdokument ausgewiesen und stelle in den letzten Kriegstagen keine geplante Postausgabe dar. Die Gerichtskosten musste Peschel tragen.

Ein Hamburger Händler rief Ludin an und bat ihn, seine Erkenntnisse zu überdenken und bot Ludin 5000 DM für "zusätzliche Forschung" an. Ludin soll dieses offensichtliche Bestechungsgeld amüsiert zurückgewiesen haben. Der frustrierte Händler wandte sich als nächstes an den Bundesprufer Werner Pickenpack, der die gleiche "zusätzliche Forschung" ebenfalls ablehnte. Dr. Damrau, der frühere Chef der Dienstpost Alpenvorland aus der Kriegszeit, erhielt Bestechungsgelder für eine Art "Klarstellung".

Ein zweiter Gerichtsfall wurde von einem Düsseldorfer Händler, Armin König, eingeleitet. Er erhob Klage gegen Jürgen Ehrlich, den Präsidenten des Deutschen Briefmarkenhändlers. In der Beschwerde wurde behauptet, Ehrlich habe das Set mit 250 DM in dem von ihm herausgegebenen Katalog "Philex" notiert. Dieser Fall wurde zugunsten des Klägers entschieden. Wieder einmal entschied das Gericht und der Philex-Katalog wurde diskreditiert. (Quelle und ausführlich weiter lesen: > http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42698383.html)

In Artikeln wurden regelmäßig vor diesen Fälschungen gewarnt. Die GPS-Bulletins vom Juli 1973 und Juli 1984 stellen fest, dass diese Sets fast zyklisch erscheinen. Die ursprüngliche GPS-Warnung von 1963 und die Aufnahme in das GPS-Referenzhandbuch von Fälschungen von 1976 hat diesen Satz nicht auf das Vergessen beschränkt. Die Ehre mehrerer prominenter philatelistischer Behörden wurde befleckt.

Dr. Schultz konnte seine Meinung vor seinem Tod umkehren. Dr. Wallner wurde schmählich aus seiner Gesellschaft ausgeschlossen. Der Händler Bartels wurde ebenso wie der Händler Peschel völlig diskreditiert. Sogar Ehrlich sah seinen Ruf verschmutzt. Und doch lebt die Legende weiter. Erst 1994 bot ein renommierter amerikanischer Händler das Set in seinem von Wallner authentifizierten Katalog an.

Die Italiener sehen die Dinge jedoch etwas anders. Im Katalogo Enciclopedico Italiano von 1999 bis 2000 wird der Satz detailliert aufgeführt, als ein nicht veröffentlichter Satz, der in Wien für die Verteilung vorbereitet wurde, als die Doppelregion in das III. Reich eingegliedert worden war. Der empfohlene Wert wird als 850.000 Lira gezähnt und 500.000 Lira ungezähnt angegeben. Ein renommierter Mailänder Händler hat angegeben, dass es tatsächlich vier gelochte und ungelochte Typen auf zwei Papierfarben gibt. Er hält die Geschichte der jugoslawischen Partisanenbeschlagnahme für sachlich.

Die Meinungen anderer italienischer Behörden sind unterschiedlich. 1962 stellte Enzo Diena fest, dass dieses Set überhaupt "ohne philatelistisches Interesse" war. Da Venezia Giulia ein Teil von Alpenvorland-Adria werden sollte, wurde dieses Set von Franco Filanci in seinem nur 1995 von der italienischen Post veröffentlichten Buch farbig illustriert und diskutiert. Filanci glaubt, dass dieses Set in Wien gedruckt wurde und zwar wegen des massiven deutschen Rückzugs aus der Region. Er gibt an, dass diese Sets von der Druckerei des Staates Wien stammen müssen, seit sie im Tiefdruckverfahren gedruckt wurden. In Italien gab es keine Pressen mehr, die über Maschinen und Fertigkeiten verfügten, um Stempel dieser Qualität herzustellen. Er ist außerdem der Auffassung, dass die Kosten von 16 Werten für solche Stempel im Tiefdruckbereich sehr teuer gewesen wären, wenn es eine solche Presse gegeben hätte.

Seiner Meinung nach hätte kein Fälscher ein solches System finanziert, da ein viel billigerer Satz noch marktfähiger und rentabler gewesen wäre. Er kommt zu dem Schluss, dass diese Sets in Wien gestohlen wurden und dass es offensichtlich ist, dass sich niemand dadurch belasten würde, dass er den Diebstahl zugeben würde. Filancis Version der Ereignisse basiert ausschließlich auf der Annahme, dass diese kurz vor Kriegsende in Wien gedruckt wurden.

Im GPS-Bulletin vom Juli 1984 erwähnte Dr. Bohne, dass Gauleiter Hofer als Verteidigungsbeauftragter des Reiches noch nie von diesem Set gehört oder es genehmigt hatte. Dr. Bohne schrieb dann folgendes: "Weitere Forschungen ergaben, dass die Alpenvorland-Adria-Fälschungen keinerlei Bezug zu ihrem angeblichen Ursprungsland hatten. Sie wurden lange Zeit nach dem Krieg in Mailand (Italien) gedruckt. Sie waren das Werk des Kroaten Dr. Kosisa, der in den 1960er Jahren in der Schweiz starb."

Der Entwurf und der Druck von 16 Briefmarken ist eine ziemliche Aufgabe. Während die meisten Fälscher auf falsche Überdrucke zurückgegriffen hätten, wählte dieser Mann landschaftliche Ansichten, die repräsentativ für eine der attraktivsten Gegenden Europas waren, das Design, die Werte und die Farbnuancen des Satzes der Provinz Laibach erfüllte, und produzierte diesen Satz gut im Tiefdruck nach Kriegsende möglicherweise auf einer Druckmaschine, die der Marshall-Plan zur Verfügung stellte. Diesem Mann gelang es, dieses Set an eine Reihe angeblich ehrenhafter und erfahrener Briefmarken-Händler zu vermarkten. In Anbetracht dieses Maßes an Talent und Entschlossenheit könnte dieser Mann als Politiker, Anwalt, Makler, Börsenmakler, Versicherungsvertreter oder Beiefmarkenhändler ebenfalls Erfolg gehabt haben.

In dem GPS-Bulletin für Juli 1973 entlarvte Dr. Bohne kurz einen ähnlichen Fall in der kroatischen Philatelie, de 500 Kuna-Briefmarken, als vollständige Fälschungen. Ein Bild begleitete diesen Artikel zusammen mit seiner Meinung, dass diese und der Satz der Alpenvorland-Adria-Serie das Papier nicht wert waren, auf dem sie gedruckt wurden. Er verglich ihre Erscheinung mit dem Alpenvorland-Adria-Set.

 

Die DDP-Ämter Adria und Alpenvorland stellten ihren Dienst mit der Kapitulation in Oberitalien am 30.4.1945 ein.

 

 

 

 

Deutsche Dienstpost Adria mit Stempel "Pola" (Pula) :

 

 

 

 

 

 

 

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